Universität Leipzig Institut für Informatik

Leipzig Wireless Mesh Testbed


Mesh-Knoten, Dämpfungsglieder, Antennen-Station und Experimentier-Fläche



Mit Hilfe des Leipzig Wireless Mesh Testbed können große Mesh-Netze, wie Freifunk oder MIT Roofnet, auf einer sehr kleinen Fläche emuliert werden. Dies wird durch variable Dämpfungsglieder ermöglicht. Durch die Reduzierung der Übertragungsreichweite der Mesh-Knoten können so großflächige Netze auf nur wenigen Quadratmetern nachgebildet werden. Unterschiedliche Netztopologien können durch Verschieben der Antennen-Station emuliert werden.

Ziel des Leipzig Wireless Mesh Testbed ist die Evaluierung und Optimierung neuer Netzwerk-Protokolle. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Entwurf neuer Routing- und Transport-Protokolle (z.B. TCP-AP), sowie
    Einzelne Antennen-Station
Cross-Layer Optimierungen. Das Testbed besitzt gegenüber Netzwerksimulatoren entscheidende Vorteile, da diese Simulatoren häufig auf optimistischen Annahmen beruhen, und so nicht immer korrekte Ergebnisse liefern.

Es handelt sich beim Leipzig Wireless Mesh Testbed um ein Dual-Radio Testbed mit 20 Knoten. Jeder Knoten besteht aus einem Celeron PC, zwei 802.11b/g Funkkarten mit Atheros-Chipsatz, zwei variablen Dämpfungsgliedern und zwei 2.1dBi Mini-Antennen. Die PCs, die Dämpfungsglieder und die Antennen sind über speziell abgeschirmte Kabel mit geringer Dämpfung verbunden. Alle Mesh-Knoten laufen unter Linux mit einer Auswahl von verschiedenen Routing-Protokollen, wie AODV und OLSR. Als Treiber für die Funkkarten kommt der Madwifi-Treiber für Atheros-Chipsätze zum Einsatz. Alle Knoten können zentral von einem Rechner gesteuert werden.

Für weitere Informationen
wenden Sie sich an Prof. Dr.-Ing. Christoph Lindemann: